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Meet the Role Models

Bei den YOG soll es nicht nur um sportliche Höchstleistungen gehen, sondern auch darum, jungen Menschen eine interkulturelle Erfahrung mit auf den Weg zu geben, Tipps und Motivation für ihre sportliche Laufbahn – und ein junges Publikum für den Sport zu begeistern. Ob dieses Konzept aufgeht, wird wohl erst die Zeit zeigen, aber soviel kann man jetzt schon sagen: Die Organisatoren geben sich große Mühe, diesen Leitgedanken umzusetzen.

Die jungen Sportler können in der Olympiawoche an verschiedenen Workshops teilnehmen: einem Media Lab zur Film- und Fotobearbeitung, Musik- und Tanzkursen, einem Workshop zu Nachhaltigkeit und Umweltaspekten und dem Competence Project, bei dem gestandene Athleten von ihren Erfahrungen berichten und die Fragen der Nachwuchssportler beantworten. Das Kultur- und Bildungsprogramm der YOG ist nicht nur für die Sportler offen, sondern für alle Jugendlichen der Region.

Stéphane Lambiel, Yoggl, Yu-Na Kim und Alexander Popov; © IOC/Mine Kasapoglu

Zur ersten Session im Competence Project unter dem Titel „Meet the Role Models“ trafen die jungen Sportler drei „Role Models“, darunter gleich zwei Eiskunstläufer: Yu-Na Kim und Stéphane Lambiel. Der Dritte im Bunde war die russische Schwimm-Legende Alexander Popov. Die Role Models stellten sich kurz vor, dann hatten die Jugendlichen Gelegenheit für Fragen. Die Runde kam etwas schleppend in Gang – die YOG-Teilnehmer hatten sichtlich Respekt vor den Berühmtheiten, die da vor ihnen saßen. Aber dann brach das Eis, und die jungen Leute holten sich einige Tipps von ihren Vorbildern.

Besonders Lambiel ermutigte zu Fragen und berichtete auf ungeheuer sympathische Weise von seinen eigenen Erfahrungen. „Wenn ihr einen Traum habt, gebt alles dafür“, sagte er, und: „Seid offen.“ Die YOG seien eine gute Gelegenheit, schöne Erinnerungen zu sammeln, die helfen könnten, auch an Trainingstagen weiterzumachen, an denen es einmal nicht so gut läuft. Er erzählte, wie er als Kind, nachdem seine Schwester mit dem Eiskunstlaufen aufgehört hatte, selbst überlegte aufzuhören, weil ihm die Trainingskameradin fehlte, wie sein Körper aber so sehr nach dem Sport verlangt habe, dass er nach einer Woche aufs Eis zurückgekehrt sei.

Yu-Na Kim erzählte, wie sie 1998, mit sieben Jahren, die Olympia-Kür von Michelle Kwan sah und ihr großes Vorbild fand. Dieser Moment war für sie ein Schlüsselerlebnis, das die Entscheidung brachte, Eiskunstlauf als Hochleistungssport zu betreiben, um selbst einmal so gut zu werden. Immer und immer wieder schaute sie eine Aufzeichnung der Kür. „Es ist eine Ehre für mich, heute mit Michelle Kwan gemeinsam in Shows auftreten zu können“, sagte sie.

Auf die Frage, was ihr wichtigstes sportliches Erlebnis gewesen sei, nannte Yu-Na Kim den Gewinn des WM-Goldes 2009, Lambiel den Augenblick, als er als Flaggenträger der Schweiz ins Olympiastadium in Vancouver einmarschieren durfte.

Im Laufe der Woche fanden (und finden immer noch) weitere Veranstaltungen mit den Role Models statt, zum Beispiel tanzte Yu-Na Kim mit den jungen Sportlern Hip-Hop.

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Yuna Kims neues Kurzprogramm

Es bleibt abzuwarten, wie Yuna Kim nach einjähriger Wettkampfpause am Freitag durch ihr neues Kurzprogramm (Musik: Giselle) kommt, im Training zeigte sie sich aber schon mal in guter Form:

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Was macht eigentlich…

…Yu-Na Kim?

Auch wenn es, abseits von Werbeproduktionen und Shows, in den vergangenen Monaten still um die Südkoreanerin war und die neuen Programme zu Giselle und Arirang als Top-Secret behandelt werden – bei den Weltmeisterschaften in Tokyo werden wir Yu-Na Kim nach einjähriger Pause wieder im Wettkampf sehen. Zumindest gibt es bislang keine gegenteiligen Nachrichten.

Ich bin schon gespannt auf Kims Form. Aber der medial aufgebauschte Konkurrenzkampf mit Mao Asada (siehe z.B. hier) geht mir doch etwas auf die Nerven. Ich möchte lieber gute Programme sehen. Von beiden Sportlerinnen.

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Yu-Na Kim trainiert bei Oppegard

Yu-Na Kim und ihr neuer Trainer Peter Oppegard

Vor zwei Monaten hat die Olympiasiegerin sich – mit einigem Medienwirbel und noch mehr Getuschel in der Gerüchteküche – von Brian Orser getrennt. Auch die Suche nach einem neuen Trainer wurde medienwirksam gestaltet: Im September kam die Ankündigung, dass der neue Trainer im Oktober bekannt gegeben werde. Gestern dann die Ankündigung, um 4 Uhr CST werde der Name der Öffentlichkeit genannt.

Nun ist es also offiziell: Kims neuer Trainer ist Peter Oppegard vom East West Ice Palace in Artesia, nahe L.A, Kalifornien. Der East West Ice Palace gehört der Familie von Michelle Kwan, Oppegard selbst ist mit Kwans Schwester verheiratet. Als ehemaliger Paarläufer hat er bislang vor allem Paarläufer trainiert, die US-Amerikanerin Angela Nikodinov war die namhafteste seiner Einzelläufer.

Ab Mitte des Monats will Kim mit David Wilson ihr neues Kurzprogramm einstudieren. Ob sie die kommende Saison an Wettkämfen teilnimmt, ist damit aber immer noch nicht gesagt.

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Tarasova tanzt Tango

Eben stolperte ich über dieses Video von Tatiana Tarasovas Version von „Por una Cabeza“ – ohne Schlittschuhe, wohlgemerkt…:

http://www.1tv.ru/videoarchive/24059

Die russische Star-Trainerin tanzte den Tango in der russischen Fernseh-Show „Ice and Fire“. Gar nicht so übel. Und offensichtlich hat Tarasova einiges an Gewicht verloren.

Weil Tarasova zur selben Musik ein Show-Programm für ihre ehemalige Läuferin Mao Asada choreographierte, gibt es von icenews2011 bei youtube auch gleich einen Zusammenschnitt beider Versionen:

Asada trainiert seit diesem Sommer bei Nobuo Sato, der unter anderem auch Takahiko Kozuka unter seinen Fittichen hat. Die Choreographie für ihr neues Kurzprogramm stammt aber noch von Tarasova – ist ja schließlich ein Tango…

Auch Yuna Kim hat in diesem Sommer den Trainer gewechselt, beziehungsweise sich von Brian Orser getrennt. Den neuen Trainer will sie im Oktober bekannt geben. Ob sie noch einmal auf die Wettkampfbühne zurückkehrt? Was meint Ihr?

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Patrick Chan auf Vierfachkurs

Bei der WM 2010 konnte Patrick Chan sich über den zweiten Platz freuen, jetzt komplettiert er sein läuferisches Paket noch mit dem Vierfach-Toeloop... und ist bestimmt wieder sehr zufrieden...

Die Sprungelemente werden in der kommenden Saison auf Grund der Regeländerungen im Neuen Wertungssystem etwas wichtiger. Vermutlich werden wir bei den Herren wieder mehr Vierfache sehen, auch von den Läufern, die besonders mit Pirouetten und Schritten punkten. Patrick Chan machte in der vergangenen Woche den Anfang. Beim Liberty Skating Summer Competition zeigte der Kanadier sein neues Kurzprogramm zu Take Five. Leider habe ich noch kein Video des Programms gefunden, aber in einem Trainingsvideo sind ein paar schöne Schrittpassagen zu erkennen. Im Kurzprogramm landete Chan seinen ersten Vierfachtoeloop im Wettkampf (stürzte dann allerdings den Dreifach-Axel…). In der Kür stürzte er beim Vierfach-Toeloop, landete dafür – ebenfalls zum ersten Mal im Wettkampf –  eine 3fach Axel-3fach-Toeloop-Kombi.

Was machen derweil die anderen?

Brian Joubert ist derzeit in Aosta, Italien im Trainingslager von Altmeister Alexei Urmanov. Auch Carolina Kostner trainiert dort. Im August plant Joubert eine Reise nach Toronto, um sich ein paar Tipps von Brian Orser zu holen. Über Jouberts Flamenco-Training beim Flamenco-Experten Antonio Najarro berichtet Najarro übrigens im Interview bei absoluteskating, ebenso wie über das Training mit Jeremy Abbott, der bei Najarro ebenfalls an seinem Flamenco-Programm arbeitete.

Daisuke Takahashi erzählt in der Sendung Sports Spirits über sich, seine Pläne für die kommende Saison und seine Arbeit mit Stéphane Lambiel und Shae-Lynn Bourne, von denen die Choreographien für die neuen Programme stammen:

Kiira Korpi und Laura Lepistö bereiten sich bei Victor Kudriavtsev in Flims in der Schweiz auf die nächste Saison vor.

Kristoffer Berntsson trainiert in Lysekil und studiert zwei neue Programme ein, eins  davon Michael Jackson-inspiriert, wie bohuslaningen berichtet.

Läuft sie künftig nur noch Shows?

Von Yu-Na Kims neuen Programmen ist noch nichts bekannt, mit Ausnahme ihres neuen Hip Hop-Showprogramms „Bulletproof“. Das Rätselraten, ob sie in der nächsten Saison noch Wettkämpfe läuft, geht also weiter.

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Vancouver: Starke Damen

Eine Menge starke Leistungen gab es zu bestaunen, als gestern in Vancouver die Eiskunstlauf-Damen ihre Kurzprogramme aufs Eis brachten. Besonders die drei Führenden haben Erstaunliches geschafft und sich bereits mit einigem Punktabstand von den übrigen Damen des Feldes abgesetzt.

Allen voran thront „Queen“ Yu-Na Kim auf Position Nummer 1. Die Koreanerin, die dieser Tage nicht nur durch ihre überragenden sportlichen Leistungen, sondern auch durch ihren mehrfachen Millionenverdienst im letzten Jahr Schlagzeilen machte (Werbeverträge lohnen sich weitaus mehr als Preisgelder), spielte ein äußerst cooles Bond-Girl und lieferte ein lupenreines Kurzprogramm ab. Nervliche Belastung war ihr in keiner Weise anzumerken. Sie erhielt 78,50 Punkte – mal wieder ein Rekord…Da reichte auch eine 3fachLutz-3fach-Toeloop-Kombi, um Mao Asada mit ihrer 3fach-Axel-2Toeloop-Kombi in Schach zu halten, zumal Kims Kombi so brilliant gelang, dass sie ihr mit Pluspunkten insgesamt sogar mehr Punkte einbrachte als Asada für ihre technisch schwierigere Kombi erhielt.

Aber auch Mao Asada zeigte eine astreine Vorstellung. Den 3fach-Axel landete sie mit spielender Leichtigkeit und zeigte auch sonst ein fehlerfreies Programm. Allerdings wirkte sie im Gegensatz zu Kim, die direkt nach ihr aufs Eis musste, sehr viel kindlicher und der Katchatchurian-Walzer eigentlich etwas zu wuchtig für ihre zierliche Person. Verloren hat Asada gegen Kim aber nicht so sehr in den Programmkomponenten, sondern in der technischen Ausführung der Elemente, bei der Kim sehr viel mehr Pluspunkte einheimsen konnte. So liegt die Japanerin momentan mit 73,78 Punkten auf dem zweiten Platz.

Die dritte Starke im Bunde war Joannie Rochette, deren Mutter vor zwei Tagen an einem Herzinfarkt starb, kurz nach der Ankunft in Vancouver, wo sie eigentlich ihre Tochter unterstützen wollte. Die Kanadierin ging trotzdem an den Start. Es war eine eigenartige Szene, als das Publikum die emotional sichtlich mitgenommene und schwarz gekleidete Joannie Rochette mit brüllendem Beifall auf dem Eis begrüßte. Ihre Trauer gab der Kanadierin offensichtlich Kraft – sie lief ein fehlerfreies und unheimlich ergreifendes Kurzprogramm. Wie gut, dass ihre Musik kein fröhlicher Samba wie bei Sarah Meier war, sondern ein ernster Tango, zu dem ihre verzweifelte Miene sogar passte. Mir ging diese Vorstellung sehr unter die Haut. Mit 71,36 Punkten liegt Joannie Rochette nach dem Kurzprogramm auf dem Bronzerang.

Mit einigem Punktabstand folgt auf Platz 4 Miki Ando (64,76 Punkte), deren 3fach Rittberger in der 3Lutz-3Rittberger-Kombi downgegradet wurde. Glück hat sie noch mit ihrem Flip gehabt, der auch nicht auf rückwärts gelandet war, aber anerkannt wurde. Platz 5 und 6 belegen Rachael Flatt (schönes Swing-Programm, aber, um es euphemistisch auszudrücken, sehr eigenwilliger Sprungstil bei den Zackensprüngen) und Mirai Nagasu. Auf Platz 7 liegt Carolina Kostner, die beim Lutz wackelte, auf Platz 8 Alena Leonova, die ebenfalls beim Lutz patzte.  Zwischen Platz 4 und Platz 11 beträgt der Punktabstand insgesamt nur wenig mehr als 3,5 Punkte. Hier stehen in der Kür also noch alle Karten offen.

Die deutsche Starterin Sarah Hecken landete eine 3Toeloop-3Toeloop-Kombi, doch der Salchow missglückte völlig. Immerhin konnte Hecken sich mit 49,04 Punkten ganz knapp fürs Finale qualifizieren.

Hier geht es zum Gesamtergebnis des Kurzprogramms. Und die Startreihenfolge für die Kür steht auch schon fest und kann hier eingesehen werden.

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