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Katastrophen sind menschlich

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Ratloses Lächeln nach der Kür

Manche Meldungen aus dem Eiskunstlaufen greift die deutsche Presse schnell auf. „Pleite für Savchenko/ Szolkowy in Paris“ titelt die Mitteldeutsche Zeitung, „Albtraum on ice“ der Tagesspiegel, „Aus dem Tritt“ die Süddeutsche. Was ist los mit den Paarlaufweltmeistern, auf deren makellose Routine doch sonst immer Verlass war, fragt man mit mehr oder weniger großem Entsetzen?

Tatsache ist: So schlecht wie jüngst in der Kür bei der Trophee Eric Bompard habe ich das deutsche Spitzenpaar seit Jahren nicht mehr gesehen. Patzer in der Spiralschrittfolge, beim Einzelsprung, in der Todesspirale und beim Wurfsalchow. Vielleicht ist das neue Kürprogramm „You’ll never walk alone“ zu anspruchsvoll. Vielleicht ist den beiden Sportlern aber auch einfach etwas passiert, was lediglich zeigt, dass sie Menschen und keine Maschinen sind: Sie haben einen schwarzen Tag erwischt. Eigentlich ganz beruhigend, dass das auch bei ihnen einmal vorkommt. Und für den dritten Platz und die Olympia-Qualifikation hat es ja trotzdem noch gereicht.

Ich drücke den beiden jedenfalls feste die Daumen, dass der nächste Grand Prix-Auftritt, der erst für Skate Canada Mitte November geplant ist, besser gelingt. Denn ich mag ihren Laufstil und ihre teils sehr unkonventionellen Programme unheimlich gern.

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Trophee Eric Bompard: Das war’s

Mit dem Schaulafen geht heute der erste Wettkampf der Grand Prix-Serie zu Ende. Aber am nächsten Wochenende geht es ja gleich weiter, mit dem Rostelecom Cup in Moskau.

Die fehlenden Resultate aus den Wettkämpfen von gestern:

Im Eistanz siegten in der Gesamtwertung die Kanadier Virtue/Moir vor den Franzosen Pechalat/Bourzat und den Briten Kerr/Kerr.

Bei den Damen (hier das Kürergebnis) siegte Yuna Kim mit 133,95 Punkten vor den Japanerinnen Mao Asada (115,03 Punkte) und Yukari Nakano (106,06 Punkte) – Kims verpatzter Flip fiel dabei überhaupt nicht auf. In der Gesamtwertung erzielte sie phänomenale 210,03 Punkte, mit denen sie ihren „Weltrekord“ der letzten Weltmeisterschaften noch übertraf (zum Vergleich: Asada 173,99 Punkte). Kim erhielt nicht nur sehr hohe Werte in den Programmkomponenten und hohe Level-Wertungen in Schritten und Pirouetten, sondern zudem ein kräftiges GOE-Plus auf sämtliche Elemente, für die 3Lutz- 3Toeloop-Kombi sogar von drei Preisrichtern +3! Für Asada scheint der ehrgeizige Dreifach-Axel zum Problem zu werden: Im Kurzprogramm verpatzte sie die 3Axel-2Toeloop-Kombi; die funktionierte zwar in der Kür, dafür patzte sie beim 3Axel als Einzelsprung, der auf einen Doppelaxel downgegradet wurde.

Hier die Kürprogramme der beiden Hauptkonkurrentinnen, Kim mit einem Gershwin-Klavierkonzert und phantastischen Sprungelementen:

Asada mit Problemen beim Axel, ansonsten aber einem guten Programm zu Rachmaninovs Prelude Op. 3 Nr.2; die Musik ist ganz schön wuchtig für so eine zierliche Person und die Choreographie streckenweise entsprechend dramatisch, aber ich finde das Stück passend umgesetzt:

Mal sehen, wie ihr die Axel beim Rostelecom Cup gelingen.

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Trophee Eric Bompard: Update

Der Stand bis dato:

Bei den Herren gewann Nobunari Oda vor Tomas Verner und Adam Rippon, Brian Joubert arbeitete sich auf Platz vier vor (Kürergebnis).

Bei den Paaren sind Savchenko und Szolkowy mit der viertbesten Kür im Gesamtergebnis nur dritte (Kürergebnis hier) hinter Mukhortova/Trankov und Dube/Davison.

Die Entscheidungen im Eistanz und bei den Damen stehen noch aus. Hier aber schon einmal Yuna Kims Bond-Kurzprogramm:

Auch Mao Asada hat bis auf die verpatzte Kombi ein sehr gutes Kurzprogramm gezeigt. Ich mag ihre ausgeprägte Kniearbeit, passt hervorragend zur schweren Taktbetonung des Masquerade-Walzers:

Und „Send in the Clowns“, das neue Kurzprogramm von Savchenko/Szolkowy, ganz lyrisch:

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Trophee Eric Bompard: Stand nach dem Kurzprogramm

Überraschung (?) bei den Herren: Nach dem Kurzprogramm führt Tomas Verner mit 81 Punkten vor Nobunari Oda (79,2) und Adam Rippon (75,82). Brian Joubert liegt hinter Voronov und Ponsero nur auf Platz 6 (72,15). Hier die gesamten Ergebnisse.

Bei den Paaren liegen (nicht ganz unerwartet) Savchenko/Szolkowy in Führung (72,98 Punkte) vor den Russen Mukhortova/Trankov und den Kanadiern Dube/Davison. Hier das Gesamtresultat nach dem SP.

Bei den Damen hat Yuna Kim praktisch schon gewonnen. Sie führt mit 17 Punkten Vorsprung (76,08) vor der zweitplatzierten Yukari Nakano (59,64). Asada hat ihre Dreifach-Axel-Doppel-Toeloop-Kombi im Einlaufen noch gestanden, im Programm nicht, daher nur Platz 3 (58,96). Kostner liegt mit 51,26 Punkten recht abgeschlagen auf Platz 7. Gesamtergebnis hier.

Im Eistanz führen nach dem Pflichttanz die Kanadier Virtue/Moir. Hier das Gesamtergebnis.

Sämtlicher Kürentscheidungen folgen morgen.

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