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Laura Lepistö verschiebt Saisondebut

Laura Lepistö, dritte der vergangenen Weltmeisterschaften, muss den Saisonstart wegen einer Hüftverletzung verschieben. Nach den Japan Open hat sie auch die Finlandia Trophy abgesagt, die ab morgen in Vantaa stattfindet. Freie Bahn für Kiira Korpi? Wohl kaum, denn das Feld der Damen wartet mit einigen starken Namen auf: Akiko Suzuki zum Beispiel, oder Alena Leonova. Neben Korpi sind zwei weitere junge Finninen am Start, Cecilia Törn und Alisa Mikonsaaari, die in dieser Saison erstmals bei den Senioren laufen.

Bei den Herren sind unter anderem Samuel Contesti, Daisuke Murakami und Kristoffer Berntsson dabei, bei den Eistänzern die Franzosen Pechalat/Bourzat und die Briten Kerr/Kerr. Die einzigen deutschen Teilnehmer sind die Eistänzer Stefanie Frohberg und Tim Giesen, die bei Rene Lohse trainieren.

Hier stehen alle Starter. Und hier ist ein Interview mit Laura Lepistö, die das Training bereits wieder aufgenommen hat:

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EM: Kür der Damen

Soviel bleibt festzuhalten: Kaum eine der Damen kam bei der gestrigen Kür fehlerfrei durchs Programm. Carolina Kostner gewann die Kür mit 107,66 Punkten (insgesamt 173,46 Punkte; zum Vergleich: Yu-Na Kim holte beim Grand-Prix-Finale, ebenfalls mit Fehlern, insgesamt 188,86 Punkte). Sie zeigte ein schönes Programm zu einer Auswahl von Bach-Stücken (Air, Cello-Suite), die man im Eiskunstlauf nicht oft zu hören bekommt, doch technisch gab es einige Wackler. Nach einem starken Auftakt (3fach-Flip-3fach-Toeloop-Kombi, 3fach Lutz, Doppelaxel-Doppel-Toe-Kombi) riss anscheinend der Konzentrationsfaden. Der Flip geriet nur einfach, es folgte ein Sturz beim 3fach-Rittberger.

Den zweiten Platz in der Kür und insgesamt die Bronzemedaille sicherte sich überraschend mit einer insgesamt sauberen und energischen Vorstellung zu „Carmen“ Elene Gedevanishvili (103,72 Punkte), und das, obwohl Flip und Rittberger in ihrer Kür völlig fehlten und der 3fach-Lutz nicht sauber gelandet war – bezeichnend für das Niveau des Wettkampfs.

Silber holte mit der drittbesten Kürwertung Laura Lepistö (103,41 Punkte). Sie zeigte eine elegante Tango-Interpretation (Adios Nonino), hatte aber ebenfalls mit ihren Sprungelementen zu kämpfen (zum Vergleich: für die technischen Elemente erhielt sie 44,21 Punkte, für die Programmkomponenten 59,20 Punkte). Sie startete mit einer 3T-3T-Kombi, sprang dann aber Lutz und Rittberger nur doppelt, der zweite 3fach-Rittberger wurde zudem downgegradet.

Die vielumschwärmte Kiira Korpi wurde nach zahlreichen Fehlern insgesamt noch Vierte, Sarah Meier konnte sich mit einem nicht ganz sauberen, aber technisch anspruchsvollen Programm auf Platz 5 vorschieben. Sechste wurde die Ungarin Julia Sebestyen.

Hier sind Kürergebnis und Gesamtresultat zu finden.

Wer die Damen-Kür verpasst hat, kann sich übrigens über diesem Link online noch eine vollständige Aufzeichnung des schwedischen Fernsehens anschauen. Das schwedische Fernsehen ist mir während dieser Europameisterschaft enorm ans Herz gewachsen. Während in den knappen und spät ausgestrahlten Eurosport-Zusammenschnitten nach jedem zweiten Starter eine Werbeunterbrechung folgte, die einem bald gewaltig auf die Nerven ging, zeigten die Schweden den Wettkampf ohne Unterbrechung, samt Einlaufen der Startgruppen und Zeitlupenrückblenden in den Eisaufbereitungspausen. Von solchen Übertragungen kann man in Deutschland wohl nur noch träumen.

Leider werden die Schweden wohl kaum die Four Continents Championships zeigen, die morgen in Jeonju, Korea beginnen…

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