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EM 2012

Keine Frage: Die EM in Sheffield stand eindeutig im Zeichen von Evgeni Plushenko. Spätestens nach dem Kurzprogramm war klar, dass „der Zar“, wie er von den italienischen Medien tituliert wird, auch bei seinem zweiten Comeback wieder im Rennen ist. Ironischerweise schaffte Plushenko es im Kurzprogramm auch ohne Vierfachsprung nahezu an die Spitze des Feldes, dank hoher Punktwerte in den Programmkomponenten – man erinnere sich an die unschönen Diskussionen im Anschluss an die Olympischen Spiele 2010, in der Plushenko eben dies dem Olympiasieger Lysacek zum Vorwurf machte. Plushenko entschuldigte sich denn auch postwendend für das Fehlen des Vierfachen – Grund sei eine Knieverletzung, wegen der er auch die diesjährige WM absagen müsse, da eine OP nötig sei. In der Kür zwei Tage später landete er allerdings einen astreinen Vierfach-Toeloop und holte sich mit einer blitzsauberen Vorstellung einen weiteren EM-Titel in einer ansonsten ausgesprochen durchwachsenen Herren-Konkurrenz.

Von Plushenkos Knieverletzung und WM-Absage mag man halten, was man will; auch die Höhe seiner Komponenten mag manchem etwas großzügig erscheinen (in der Kür erhielt er für Perfomance 9,21, für Interpretation sogar 9,25). Aber ein Blick nach Kanada zeigt, dass auch anderswo nicht gegeizt wird: Patrick Chan durchbrach bei den kanadischen Meisterschaften vor gut einer Woche erstmals die 300-Punkte-Marke (302,14 Punkte) und erhielt in der Kür Komponenten zwischen 9,5 und 10. Zum Vergleich: Plushenko erzielte bei der EM insgesamt 261,23 Punkte.

Fakt ist, dass Plushenko mit einer bemerkenswerten Leistung verdienter neuer Europameister ist. Chapeau.

Die anderen Herren überzeugten nicht gerade mit Glanzleistungen. Gachinski, führender nach dem Kurzprogramm (mit 0,09 Punkten vor Plushenko), holte sich eine gute Silbermedaille (2 4T’s in der Kür, einer davon in Kombi mit 2T und 2Lo). Florent Amodio kämpfte sich mit einer dynamischen, aber leider nicht fehlerfreien Kür auf den Bronze-Rang vor (und ließ in der Kiss & Cry-Corner einen seiner inzwischen schon bekannten Freudenausbrüche folgen), Brezina wurde unglücklicher Vierter (mit bereits mehr als 30 Punkten Rückstand auf Plushenko), Verner Fünfter, Fernandez – derzeit eins der größten europäischen Talente – nach zu vielen Patzern enttäuschender Sechster. Joubert war bereits im Kurzprogramm auf den zehnten Platz abgestürzt und konnte auch in der Kür nicht viel retten, nachdem ihm nach einem guten Start die Fußbefestigung seiner Hose riss und er mit einem schlotternden Hosenbein zu kämpfen hatte. So reichte es nur für Platz 8. Bester deutscher Starter war Peter Liebers (Platz 15), Paul Fentz wurde Siebzehnter.

Auch bei den Paaren ging der Titel nach Russland. Wenig überraschend holten sich nach dem Rückzug von Savchenko/ Szolkowy (Grund ist eine Verletzung von Aliona Savchenko) Volosozhar/ Trankov die Goldmedaille. Silber und Gold gingen ebenfalls nach Russland an Bazarova/ Larionov und Stolbova/ Klimov, auf Platz 4 kam das italienische Paar Berton/ Hortarek. Die deutschen Paare Vartman/ Van Cleave und Hausch/ Wende erzielten Platz 5 und 7.
Hier noch einmal die wunderschöne Kür von Volosozhar/ Trankov:

Im Eistanzen ging der Titel nach Frankreich an Pechalat/ Bourzat, auf Platz 2 und 3 landeten die russischen Teams Bobrova/ Soloviev und Ilinykh/ Katsalapov. Nur bei den Damen fehlte eine russische Starterin auf dem Podium: Carolina Kostner wurde mit zwei überzeugenden Vorstellungen neue Europameisterin, Silber holte mit einer guten Leistung Kiira Korpi, Bronze ging an Elene Gedevanishvili, die sich insgesamt ebenfalls in guter Form präsentierte.

Hier sind alle Ergebnisse der EM zu finden.

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EM voraus

Kaum gehen die YOG zu Ende, da beginnt auch schon das nächste Eiskunstlauf-Event: Die Europameisterschaft in Sheffield/ Großbritannien steht vor der Tür. Morgen beginnen die Qualifikationen, am 25. die finalen Wettkämpfe.

Im deutschen Fernsehen wird wieder einmal nur eine Randnotiz davon zu sehen sein, auch der „Eiskunstlauf-Sender“ Eurosport, der ja schon das angekündigte Sende-Programm zu den Grad Prix-Wettkämpfen reduziert hatte, wird nur Bruchstücke der EM übertragen. Schade, kann man da nur sagen – aber das kennt man ja leider schon.

Hier die Sendetermine bei Eurosport:

Donnerstag, 26. Januar: 22:00-23:00 Paarlauf Kür (Aufzeichnung)
Freitag, 27. Januar: 22:00-23:15 Eistanz Kür (Aufzeichnung)
Samstag, 28. Januar: 15:45-17:00 Männer Kür (Live)
Samstag, 28. Januar: 22:00-23:15 Frauen Kür (Aufzeichnung)
Sonntag 29. Januar: 15:45-17:00 Schaulaufen der Meister (Live)
Montag 30. Januar: 08:30-09:30 Schaulaufen der Meister (Aufzeichnung)

Mit Plushenko, Fernandez und Brezina ist vor allem das Feld der Herren stark besetzt – spannend wird, in welcher Form sich Joubert präsentiert. Der Paarlauf wartet mit Savchenko/Szolkowy und Volosozhar/ Trankov auf, bei den Damen sind Kostner, Leonova, Makarova und Korpi am Start, im Eistanz unter anderem Pechalat/ Bourzat, Cappellini/ Lanotte, Ilinykh/ Katsalapov und Zhiganshina/ Gaszi.

Parallel zur EM finden in den USA die nationalen Meisterschaften statt. Die kanadischen Meisterschaften gehen heute zu Ende, einige Meister stehen schon fest: bei den Damen holte sich Amelie Lacoste vor Cynthia Phaneuf den Titel, bei den Paaren heißen die neuen Meister Megan Duhamel und Eric Radford, im Eistanzen Tessa Virtue und Scott Moire.

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EM 2011: Kalt, aber herzlich

Strahlende Siegerin, photo courtesy JOE KLAMAR/AFP/Getty Images, via daylife.com

Die diesjährige EM werde ich lange in Erinnerung behalten. Nicht nur, weil es unglaublich kalt war in der PostFinance Arena in Bern, so dass der größere Teil des Publikums unter Bergen von Decken und Mützen verschwand und man manchen Sportler das Einlaufen in dicker Daunenjacke bestreiten sah. Auch, weil es so viele bewegende Momente gab: Die Abschiedsvorstellung von Sarah Meier, die mit einer der wenigen sauberen Kürleistungen im Damenwettkampf ihren ersten Europameistertitel holte und zu Tränen gerührt war, während die Halle standing ovations spendete. Oder Florent Amodio, den neuen Europameister aus Frankreich, der sich über seinen Sieg freute wie ein Kind, erst seinem Trainer und dann Teamkollegen Brian Joubert auf die Arme hüpfte und nicht einmal bei der Siegerehrung still stehen konnte. Eindrucksvoll war auch, wie Aljona Savchenko in der Kür aus der Pirouette herauskippte, sekundenlang ratlos lächelnd neben Robin Szolkowy stand und am Ende doch noch, fast etwas unerwartet, mit ihrem Partner die Goldmedaille erhielt. Oder Faiella/Scalis Flamenco-Kür, die Federica Faiella am Ende die Tränen in die Augen trieb, soviel geballte Emotion steckte darin.

Für die Sportler war es vermutlich keine leichte Übung, in der klirrenden Kälte Höchstleistungen abzuliefern. Das Feld der am dünnsten bekleideten Damen zeigte denn auch etliche Schwächen, vor allem in der Kür, wo fast alle Teilnehmerinnen patzten. Sarah Meier gewann mit einem soliden, technisch fast ganz sauberen Programm vor Carolina Kostner, die ihre Elemente ebenfalls recht sicher aufs Eis brachte. Dritte wurde Kiira Korpi, die ihren ersten Platz aus dem Kurzprogramm durch zu viele Fehler in der Kür einbüßte. Sarah Hecken, Hoffnungsträgerin der DEU, kam ebenfalls nur mit etlichen Fehlern durch ihre Kür und verpasste knapp Platz 10, der den deutschen Damen den zweiten Startplatz für die nächste Saison gesichert hätte.

Noch mehr strahlende Sportler, photo courtesy JOE KLAMAR/AFP/Getty Images, via daylife.com

Auch bei den Herren lief nicht alles rund. Es gab etliche schöne Kurzprogramme, zum Beispiel Michal Brezinas japanisches Trommel-Programm; das Energiebündel Florent Amodio mit „Once upon a time in Mexico“; einen unglaublich sprunggewaltigen Kevin van der Perren. Tomas Verner kam leider nicht ganz sauber durch sein „Singin in the rain“-Programm, eins der schönsten Herren-Kurzprogramme dieser Saison. Auch Brian Joubert zeigte Nerven und lag nach dem Kurzprogramm mit fast acht Punkten Rückstand auf Platz sieben. In der Kür startete er mit einem nahezu fehlerfreien Programm aber eine grandiose Aufholjagd und holte sich schließlich noch die Silbermedaille hinter Florent Amodio. Der lieferte von den drei Michael Jackson-Interpreten des Herren-Wettkampfs (Amodio, Berntsson, Verner) mit Abstand die beste Show ab – und das nicht nur während der Kür. Brezina stürzte nach einer ziemlich vermasselten Kürvorstellung auf Platz 8 ab, dafür holte sein Landsmann Tomas Verner mit einer soliden Kür die Bronzemedaille, hauchdünn vor Kevin van der Perren, der sich auch in der Kür in einer ungeheur guten Form zeigte. Peter Liebers absolvierte ein sehr gutes Kurzprogramm und eine gute Kür, insgesamt kam er auf Platz 11. Auch Denis Wiezorek, der zweite deutsche Herr im Feld, der sich seinen Startplatz in der Qualifikation gesichert hatte, zeigte eine gute technische Leistung (20. Platz). Im nächsten Jahr gibt es damit wieder zwei Herren-Startplätze für die DEU.

Pink Panther at it's best, photo courtesy YURI KADOBNOV/AFP/Getty Images

Im Paarlaufen lieferten sich die alten Konkurrenten Savchenko/Szolkowy und Kavaguti/Smirnov ein spannendes Duell um den Titel, das die Deutschen trotz des Fehlers bei der Pirouette für sich entscheiden konnten. Das Kurzprogramm und die Kür der beiden sind echte Hingucker, und im Showprogramm zeigten sie sich sogar mal ganz lässig von der scherzhaften Seite. Spannend in der Paarlaufkonkurrenz war außerdem der russische Nachwuchs. Man merkt, der russische Verband beginnt schon einmal mit den Vorbereitungen für Sochi.

Charlie Chaplin alias Fabian Bourzat mit Nathalie Pechalat, JOE KLAMAR/AFP/Getty Images, via daylife.com

Im Eistanzen ging der Titel ebenfalls nach Frankreich: Pechalat/Bourzat gewannen mit einer hübschen Chaplin-Kür vor Bobrova/Soloviev aus Russland und den Kerrs aus Großbritannien. Die deutschen Eistänzer Zhiganshina/Gaszi kamen auf einen tollen siebten Platz – ein äußerst erfolgreicher EM-Auftakt für die beiden.

Hier gibt es alle Ergebnisse vom Wettkampf. Und hier ein bisschen was zum Gucken, Sarah Meiers Abschied und Florent Amodios Karrierestart:

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TV-Übertragung der EM 2011

 

 

 

Ich hoffe, die Eiskunstlauf-Fangemeinde kann sich auf folgende angekündigte Sendetermine beim „Eiskunstlaufsender“ Eurosport verlassen:

Mi, 26.01., 14.30-17.30: Eistanz Kurztanz (live)

Mi, 26.01., 20.10-22.30: Paarlauf Kurzprogramm (live)

Do, 27.01., 14-18.15: Herren Kurzprogramm (live)

Do, 27.01., 18.45-22.30: Paare Kür (live)

Fr, 28.01., 14-18: Damen Kurzprogramm (live)

Fr, 28.01., 19.30-22.30: Eistanz Kür (live)

Sa, 29.01., 18.45-20.30: Damen Kür

Sa, 29.01., 20.30-22.30: Herren Kür (live)

So, 30.01., 19-21: Schaulaufen

Wer das Schweizer Fernsehen empfangen kann, wird sicher noch mehr Eiskunstlauf zu sehen bekommen…

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Ablauf EM 2011

Nach den Regeländerungen des ISU-Kongresses in Barcelona sieht der Ablauf der kommenden Europameisterschaft in Bern (23.01.2011-30.01.2011) wie folgt aus:

Am Sonntag ist der erste Trainingstag. Am Montag finden die neuen Qualifikationswettbewerbe von Tänzern, Herren und Paaren statt, am Dienstag von den Damen. Wer sich auf nationalen Meisterschaften noch nicht qualifiziert hat, kämpft dort um einen Startplatz. In den Einzeldisziplinen sind 28 Starter fürs Kurzprogramm zugelassen, bei den Paaren 18, bei den Tänzern 20. Am Mittwoch Nachmittag beginnt der eigentliche Wettkampf mit dem Short Dance der Tänzer, am Abend folgt das Kurzprogramm der Paare. Am Donnerstag Nachmittag gibt es das Kurzprogramm der Herren, am Abend die Kür der Paare. Freitag Nachmittag starten wie gewohnt die Damen im Kurzprogramm, abends die Tänzer zur Kür. Am Samstag ist großer Finaltag: Erst zeigen die Damen, dann die Herren die Kür.

Die Qualifikationswettbewerbe abgerechnet, schrumpft die EM also auf vier Tage zusammen, plus das Schaulaufen am Sonntag. Eine Übernachtung weniger für die anreisenden Zuschauer… Und ein langer Samstag… Aber es ist ja nichts Neues, dass überall gespart wird. Und es ist verständlich, wenn die Teilnehmerzahl der EM- und WM-Starter durch die Qualifikationswettbewerbe begrenzt wird, weil sich kaum jemand ein Damen-Kurzprogramm mit an die 50 Starterinnen in voller Länge anschaut. Allerdings frage ich mich, wie gerecht es ist, die noch nicht qualifizierten Läufer ein bis zwei Tage vor den eigentlichen Wettkämpfen durch den Qualifikationswettkampf zu schicken, denn so haben sie im Gesamtwettkampf ein Programm mehr zu absolvieren.

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EM: Kür der Damen

Soviel bleibt festzuhalten: Kaum eine der Damen kam bei der gestrigen Kür fehlerfrei durchs Programm. Carolina Kostner gewann die Kür mit 107,66 Punkten (insgesamt 173,46 Punkte; zum Vergleich: Yu-Na Kim holte beim Grand-Prix-Finale, ebenfalls mit Fehlern, insgesamt 188,86 Punkte). Sie zeigte ein schönes Programm zu einer Auswahl von Bach-Stücken (Air, Cello-Suite), die man im Eiskunstlauf nicht oft zu hören bekommt, doch technisch gab es einige Wackler. Nach einem starken Auftakt (3fach-Flip-3fach-Toeloop-Kombi, 3fach Lutz, Doppelaxel-Doppel-Toe-Kombi) riss anscheinend der Konzentrationsfaden. Der Flip geriet nur einfach, es folgte ein Sturz beim 3fach-Rittberger.

Den zweiten Platz in der Kür und insgesamt die Bronzemedaille sicherte sich überraschend mit einer insgesamt sauberen und energischen Vorstellung zu „Carmen“ Elene Gedevanishvili (103,72 Punkte), und das, obwohl Flip und Rittberger in ihrer Kür völlig fehlten und der 3fach-Lutz nicht sauber gelandet war – bezeichnend für das Niveau des Wettkampfs.

Silber holte mit der drittbesten Kürwertung Laura Lepistö (103,41 Punkte). Sie zeigte eine elegante Tango-Interpretation (Adios Nonino), hatte aber ebenfalls mit ihren Sprungelementen zu kämpfen (zum Vergleich: für die technischen Elemente erhielt sie 44,21 Punkte, für die Programmkomponenten 59,20 Punkte). Sie startete mit einer 3T-3T-Kombi, sprang dann aber Lutz und Rittberger nur doppelt, der zweite 3fach-Rittberger wurde zudem downgegradet.

Die vielumschwärmte Kiira Korpi wurde nach zahlreichen Fehlern insgesamt noch Vierte, Sarah Meier konnte sich mit einem nicht ganz sauberen, aber technisch anspruchsvollen Programm auf Platz 5 vorschieben. Sechste wurde die Ungarin Julia Sebestyen.

Hier sind Kürergebnis und Gesamtresultat zu finden.

Wer die Damen-Kür verpasst hat, kann sich übrigens über diesem Link online noch eine vollständige Aufzeichnung des schwedischen Fernsehens anschauen. Das schwedische Fernsehen ist mir während dieser Europameisterschaft enorm ans Herz gewachsen. Während in den knappen und spät ausgestrahlten Eurosport-Zusammenschnitten nach jedem zweiten Starter eine Werbeunterbrechung folgte, die einem bald gewaltig auf die Nerven ging, zeigten die Schweden den Wettkampf ohne Unterbrechung, samt Einlaufen der Startgruppen und Zeitlupenrückblenden in den Eisaufbereitungspausen. Von solchen Übertragungen kann man in Deutschland wohl nur noch träumen.

Leider werden die Schweden wohl kaum die Four Continents Championships zeigen, die morgen in Jeonju, Korea beginnen…

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EM: Kurzprogramm Damen

Eine klare Favoritin gibt es bei den europäischen Damen nicht, deshalb war die Spannung vor dem Damen-Wettbewerb groß. Wenn Carolina Kostner fehlerfrei läuft, ist sie – zumindest in Europa – eine Titel-Anwärterin. Die Finninnen haben ein starkes Damen-Aufgebot, die ebenfalls starke Schweizerin Sarah Meier hatte mit Verletzungen zu kämpfen, Julia Sebestyen zählt zu den Nerven-Wackel-Kandidatinnen, auch Alena Leonova lief in dieser Saison nicht konstant.

Nun ist das Kurzprogramm abgeschlossen, der Stand: Carolina Kostner ist endlich einmal wieder gut durch ihr Kurzprogramm gekommen und liegt mit 65,80 Punkten in Führung. Mit geringem Abstand folgen die Finninnen Kiira Korpi (64,26) und Laura Lepistö (62,96). Die Georgierin Elene Gedevanishvili zeigte ein schwungvolles, gutes Programm, das ihr den vierten Platz eingetragen hat (60,82). Auf Platz 5 und 6 folgen Alena Leonova und Julia Sebestyen, Sarah Meier wurde nur achte.

Die deutschen Läuferinnen liegen leider weitab von den Top-Ten. Sarah Hecken kam nach Fehlern bei den Sprungelementen auf Rang 16 (46,34), die zweite deutsche Starterin, Shira Willner, erreichte mit Rang 24 (38,10 Punkte) nicht das Finale.

Hier ist das Gesamtergebnis.

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